SENDETECHNIK 


In der Online-Enzyklopädie 'Wikipedia' findet man umfangreiche Infos zur Technik bei SDR 3:

"Nach dem Umzug ins neue Stuttgarter Funkhaus Anfang 1976 konnten erstmals Sendungen aus einer Selbstfahrregie in Studio 7 ("Discostudio") abgewickelt werden. Mit der Einführung des Vollprogramms 1979 wurde dieses Studio wieder stillgelegt. Denn es befand sich auf einem anderen Stockwerk, und das Programm sollte nun komplett aus der Stammregie 11 gesendet werden. Eine Disco wurde etwas später wieder in Regie 11 eingebaut.

Die Sendungen von Südfunk 3 wurden etwa ab Mitte der Achtziger aus zwei unterschiedlichen Regie-Räumen und drei Studios gesendet. Zum einen aus der bis dahin bekannten und üblichen "Drei-Mann-Regie" (die bisher genutzte Stammregie 11 für Moderator/Sprecher, Sendetechniker, Tontechniker), hauptsächlich für Wortsendungen (u.a. "Leute" und "Heute im Stadion"). Zum anderen aus einem 1984 neu gebauten Discostudio (Selbstfahrregie). Zusätzlich wurden Sendungen aus dem SEKAMOS Studio abgewickelt (beides in Regie 9 untergebracht).

SEKAMOS steht für Sendeabwicklung mit Kassetten-Modulationsspeicher. Der Süddeutsche Rundfunk plante bereits Ende der 70er Jahre eine sogenannte "Zentrale Abspiel-Regie", aus der die Hörfunkprogramme (um technisches Personal zu sparen) künftig gemeinsam abgespielt werden sollten. Dazu wurde parallel für viele Millionen Mark der KAMOS (Kassetten-Modulationsspeicher) entwickelt (auf mechanischer und analoger Basis). Über diese Anlage waren etwa 36.000 Musiktitel über vier Spielertürme mit je vier Kassettenmaschinen automatisch verfügbar. Der Moderator konnte die Sendung (inklusive Beiträge) komplett über ein fast unübersichtliches großes Tastenmischpult "selbst fahren".

In zahlreichen Testsendungen wurden immer wieder Probleme mit der Mechanik bei den Kassettenmaschinen festgestellt, die man versuchte unter Kontrolle zu bringen. Deshalb sollten zunächst nur große Teile von Südfunk 3 mit der Programmreform zum 01. Januar 1985 über das SEKAMOS Studio abgewickelt werden. Doch die Probleme traten immer wieder auf. In zahlreichen Sendungen kam es dadurch zu hörbaren Ausfällen. So musste schließlich der Wunsch, mehrere Programme über SEKAMOS Studios bzw. eine "Zentrale-Abspiel-Regie" abzuwickeln, aufgegeben werden. Das SEKAMOS Studio wurde zwar noch für einzelne unproblematischere Sendungen genutzt, genauso wie das KAMOS System für einzelne Musiktitel. Doch mit der fortschreitenden Digitalisierung Ende der 80er Jahre war das Ende von SEKAMOS und KAMOS besiegelt. Der Süddeutsche Rundfunk stieg, wie die anderen ARD Anstalten, zu Beginn der 90er Jahre in die Digitale Musikabwicklung ein."

Auszug aus Wikipedia/SDR 3


Unten zu sehen: Die Technik der SEKAMOS. Das linke Bild zeigt die Transportmaschine,
mit der das gewünschte Band 'geladen' wurde, auf dem rechten Foto ist das
Kassetten-Archiv zu sehen.